Judo als Sport

Judo ist eine moderne olympische Sportart, die aus traditionellen japanischen Kampfkünsten entwickelt wurde. Judo ist für jedermann geeignet, ob groß oder klein, ob dick oder dünn, ob Leistungs- oder Hobbysportler, ein Sport, um sich fit zu halten.
Breitensport bedeutet nicht, keine Leistung zu erbringen. Dabei ist das wesentliche Merkmal des Breitensports die Einstellung der Sportler zum Wettkampf und zur eigenen Leistung. Wer nicht regelmäßig an offiziellen Wettkämpfen teilnimmt und seine Leistungsverbesserung nicht am Wettkampfniveau, sondern vorrangig an der persönlichen Fitness und Gesundheit orientiert, ist ein Breitensportler. Die Leistungsbeurteilung orientiert sich dabei auch stark an der Trainingsgruppe und Leistungsvergleiche spielen sich weniger in einem öffentlichen, sondern eher in einem privaten Rahmen ab. Außerdem ist das Leistungsniveau in konditioneller und technisch-taktischer Hinsicht wesentlich reduziert. Dabei ist es jedoch durchaus möglich und auch üblich, dass sich Leistungssportler – vor allem im Jugendbereich – auch an breitensportlichen Maßnahmen und Aktionen beteiligen und so neben dem Leistungsgedanken in ihrem Sport auch das „just for fun“ in ihrer Sportart pflegen.

Mit über 200.000 Mitgliedern in über 2.700 Vereinen ist der Deutsche Judo-Bund der größte Kampfsportverband in Deutschland.

Der Judosport ist ein für Kinder und Jugendliche sehr zu empfehlender Sport, da die Teamfähigkeit, die Fairness, der Gerechtigkeitssinn, Ausdauer, Schnelligkeit, Kraft und Geist gleichermaßen trainiert wird. Er stärkt das Selbstbewusstsein von Kindern und Jugendlichen und ist somit eine sehr gute Form der Freizeitbeschäftigung. Er dient der Suchtprävention und hilft den Kindern sich auch in Alltagssituationen selbstbewusst zu behaupten.

Das Miteinander, die Zusammengehörigkeit wird schon durch die spielerische und doch anspruchsvolle partnerschaftliche Sportübung in hohem Maße geprägt.

Auch ältere Beginner oder Einsteiger sind in unserem Erwachsenen- Team willkommen. Eine Altersgrenze gibt es nicht, der eigene Wille ist der Antrieb.

Im Judo wird dem Gegner mit hohem Respekt begegnet, selbst im Wettkampf. Jeder Sieg, und sei er noch so hoch, gibt dem unterlegenen Judoka die faire Chance auch einmal Sieger zu werden.

Judo spielend lernen

Leserbrief einer Mutter

leserbrief

Kinder brauchen Spaß am Sport
Tennis; wie einst Boris, Rennsport; wie einst Michael Schumacher und viele andere mehr – Irgendwann fragen sich die meisten Eltern: Welchen Sport kann mein Kind ausüben?
Es ist nicht immer einfach, die richtige Wahl zu treffen, gibt es doch in vielen Gegenden ein breites Sportangebot. Einige Eltern orientieren sich an ihren eigenen Erfahrungen, mit der einen oder anderen Sportart und andere holen sich gezielt Informationen. Wieder andere gehen einfach zu ortansässigen Sportvereinen und nutzen auch schon gleich die angebotenen Probestunden.

Im besten Fall wissen unsere Kinder schon ganz genau, welchen Sport sie machen wollen. Falls aber diese klare Vorstellung noch nicht da ist, kann man auf einige Dinge achten: Gerade im Vorschulalter steht der soziale Aspekt des Sports im Vordergrund; mit anderen Kids spielen, sich im Team einordnen, sich in der Gruppe mit anderen messen.

Wir standen eines Tages auch vor eben dieser Überlegung: Welcher Sport soll es denn nun sein? Wir waren auch nicht sicher, ob unser Kind mit gerade 6 Jahren, schon einem Sportverein beitreten sollte. Durch Gespräche mit anderen Eltern, Erziehern und dem Kinderarzt haben wir uns schon grob orientieren können. Zeitgleich wurde bei uns in Großbeeren das alljährliche Gemeinde- und Schulfest veranstaltet. Für uns eine gute Gelegenheit, da sich auch alle ortsansässigen Sportvereine präsentierten.

Im Judo fanden wir schließlich die passende Aktivität für unseren Sohn und erfuhren über diesen Sport gleich einiges vor Ort. Die Kinder können ab fünf Jahren mit Judo beginnen. Ihr Körpergefühl, die Koordination, die Konzentration, die Schnelligkeit und das Selbstwertgefühl und der Respekt anderen gegenüber werden hier gefördert. Der erzieherische Wert ist ebenfalls nicht zu unterschätzen. Hier stehen die 10 Judo-Werte:
Bescheidenheit, Ehrlichkeit, Ernsthaftigkeit, Freundschaft, Höflichkeit, Hilfsbereitschaft, Mut, Respekt, Selbstbeherrschung und Wertschätzung im Vordergrund. Gerade in der heutigen Zeit sollten diese Werte ständige Wegbegleiter ins weitere Leben unserer Kinder sein.

Judo ist eine Kampfsportart und kommt dem kindlichen Bedürfnis entgegen, sich mit anderen zu messen, dient aber vor allem der Selbstverteidigung. Daraus resultiert, dass man durch diese Kontaktsportart (zwei Sportler) auch mal den einen oder anderen blauen Fleck mitbekommt. So lernen unsere Kinder, dass auch blauen Flecke und Niederlagen zum Leben dazu gehören. Es ist ein schöner Sport, der durch entsprechend qualifizierte Trainer, die Übernahme der o.g. Werte hilft, dass sich unsere Kinder zu selbstbewussteren Menschen entwickeln. Für uns war es Grund genug, unser Kind zu diesem Sport zu begleiten. Es hat sich mittlerweile herausgestellt, dass wir mit dem Judo die richtige Wahl getroffen haben.

Um spätere evt. Unlust am gerade erwählten Sport zu vermeiden, hilft gerade das Interesse der Eltern und deren Engagement, dies zu vermeiden. Die Kinder fühlen sich und ihren Sport dann ernst genommen und wichtig. Apropos wichtig: Wichtig bei allem Sport ist und bleibt: Spaß sollen und wollen unsere Kinder dabei haben. Und das ist die Hauptsache.