Ehrung —auch unseres Trainer- Teams— zum Jahresempfang

● Luckenwalde

Nicht so viel Puste, dafür ein ungeheures Stehvermögen forderte der
Neujahrsempfang 2018 des Landkreises Teltow-Fläming im Luckenwalder Kreishaus ab.
Der Schwerpunkt war dieses Jahr der Sport. Wieder hatten Landrätin Kornelia Wehlan (Linke)
und Kreistagsvorsitzender Gerhard Kalinka (Bündnis 90/Die Grünen) am Freitag vergangener
Woche rund 500 Gäste zum Jahresempfang der Kreisverwaltung und des Kreistages
eingeladen. Es kamen Bürgermeister und Kreistagsabgeordnete sowie – passend zum Motto
– Sportler, Trainer und Sportvereinsfunktionäre.
Pünktlich um 19 Uhr begann das Programm mit Begrüßungen, Reden, Grußworten, musikalischen
Auflockerungen, Preisverleihungen und Glückwünschen, was oft im Stimmengewirr
unterging, und endete dann gegen 22 Uhr mit der letzten Vorführung einer Sportgruppe
im Kreistagssaal. Sicherlich wurde bisher noch nie so viel Programm geboten wie bei diesem
Neujahrsempfang und noch nie so viele Menschen geehrt, aber die Besucher nahmen’s
sportlich. Trainiert waren ja die meisten.
Den Startschuss gab Gerhard Kalinka, selbst lange aktiver Sportler und Vereinsvorstandsmitglied.
Er erinnerte sich an seine erste Zeit im Osten und die Vorbehalte der anderen Vereinsmitglieder
gegenüber dem „Wessi“. Aber spätestens, wennalle schwitzten, so Kalinka, merke man, dass es keine Unterschiede gibt.
Das Verbindende am Sport wurde auch von Kornelia Wehlan betont. Denn er „ist zu Recht mit
vielen positiven gesellschaftlichen Werten verbunden.“

Sportvereine haben starken Zulauf

Mittlerweile seien mehr als zwölf Prozent der Kreisbevölkerung in Sportvereinen organisiert,
berichtete die Landrätin. So seien mehr als 20 000 Mitglieder in den 199 Sportvereinen des
Landkreises organisiert. Die Mitgliederzahlen seien in denvergangenen Jahren kontinuierlich
gewachsen. So seien fünf Prozent der Unter-Sechsjährigen bereits sportlich aktiv und aktuell 21 Prozent

der Sieben bis 14-Jährigen. Im Bereich der Sportpolitik erwähnte Wehlan die neuen Schwerpunkte der
Sportförderung: Sport für Mädchen und Frauen, Seniorensport, Gesundheitssport, Sport
für benachteiligte Kinder und Jugendliche aus einkommensschwachen Familien und
schließlich Integrationssport für behinderte Menschen und Migranten. Dafür stelle der Kreis
100 000 Euro bereit. Allein die Tatsache, dass ein Viertel aller aktiver Sportler bereits heute älter
als 60 Jahre ist, zeige, „dass seniorenspezifische und gesundheitsfördernde Sportangebote
weiter an Bedeutung gewinnen.“
So waren es auch einige ältere, aber jung gebliebene Sportaktivisten, die mit dem Teltow-Fläming-
Preis beziehungsweise mit einer Anerkennungsurkunde für ihre Engagement für den
Sport geehrt wurden. Auch die beiden Geburtstagskinder des Tages Uschi Sinz und Siegmund
„Siggi“ Slatosch haben die 60 schon längst überschritten. Dagegen waren es junge Sportler,
die nach dem offiziellen Teil den Kreistagssaal in eine Turnhalle verwandelten: Turner vom
Gymnastik-Aerobic-Verein Mahlow, Radballer und Einradfahrer der SG Stern Luckenwalde
und schließlich das Streetdance- Projekt „Evolution 7“ der Tanzschule Miersch in Luckenwalde
und Jüterbog.
Hartmut F. Reck